Die Geschicht von Halloween

Der Halloween-Vorläufer Samhain war eines der vier keltischen Großfeste und beendete das keltische Jahr. Außerdem entsprach Samhain einer Art Erntedankfest. Von beidem heute keine Spur mehr! Doch an die vielleicht wichtigste Bedeutung Samhains erinnern wir uns noch immer: In der Nacht von Samhain kehrten die Toten zurück und verlangten Ehrerbietung.

Samhain (ausgesprochen etwa wie 'Sa-un' oder Sa-u-in ) soll sich in einer Deutung von 'sam-fuin' ableiten und das heisst Sommers-Ende). Das keltische Jahr beschränkte sich auf die Jahreszeiten Sommer und Winter und zu Samhain endete das alte und begann das neue Jahr. Deshalb kommt Samhain auch mehr Bedeutung zu, als dem Sommeranfang (Beltane, das nächstwichtige Fest). Zum Zeitpunkt Samhain sollte alles abgeschlossen sein, was es an Aktivitäten in der Landwirtschaft gegeben hat. Und es war auch der Abend, an dem die häusliche Gemeinschaft der Großfamilie wieder komplett zusammensitzen konnte. Nicht zuletzt dieses Beisammensein war Anstoß für eine Feier und für zahlreiches Zeremoniell.

Es war der christlichen Kirche sicherlich ein Dorn im Auge, dass die heidnischen Kelten in so engem Kontakt mit ihren Toten standen, deshalb traf Papst Gregor IV. eine Entscheidung, die Samhain für immer verändern sollte.

Er verlegte den Gedächtnistag für alle Heiligen im Himmel von der Osterzeit auf den 1. November, den Tag unmittelbar nach Samhain. Damit, so die Hoffnung des Papstes, werde Samhain, wenn es denn schon nicht auszulöschen war, zumindest seinen durch und durch heidnischen Charakter verlieren.

Die erste wichtige Veränderung, die sich daraus ergab: Aus Samhain wurde Halloween. Die zweite: Die ehemals lieben Verstorbenen, die den Lebenden gute Ratschläge zu geben wussten, wandelten sich in der Vorstellung der Menschen zu bösen Geistern, zu Gehilfen des Teufels höchstpersönlich, die man sich besser vom Leibe hielt, etwa durch große Schutzfeuer.

Wieder dauerte es lange Jahrhunderte, bevor sich Halloween abermals wandelte. Diesmal sorgten dafür allerdings keine Päpste, sondern Emigranten.

Als irische Auswanderer nach Amerika gingen, ließen sie vieles zurück, Halloween nicht. Es dauerte nicht lange und Halloween war in der neuen Welt vom "Immi" zum waschechten Ami geworden. Aus dieser Zeit stammen die zwei Phänomene, die für uns heute als Inbegriff von Halloween schlechthin gelten:

Das eine ist der Spruch "Trick or Treat", zu deutsch "Süßes oder Saures"! Schon bald hatten nämlich die Kinder Amerikas Halloween für sich als Auszeit von der strengen Aufsicht der Erwachsenen entdeckt und zogen verkleidet von Tür zu Tür, um Süßigkeiten einzufordern. Wurden sie abgewiesen, wollten sie sich mit üblen Streichen rächen, so ihre Drohung. Das andere Phänomen ist der ausgehöhlte Kürbis "Jack-o-Lantern".

Geschichte des Kirbis Nr.1

Jack-o-Lantern gehört zu Halloween wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Dennoch kann heute niemand so genau sagen, woher Jack-o-Lantern seinen Namen hat. Einer Legende nach, die jedoch leider nicht wissenschaftlich belegt ist, zechte ein irischer Trinker namens Jack dereinst in der Halloween-Nacht mit dem Leibhaftigen persönlich und war drauf und dran, seine Seele zu verlieren. „Nur einen letzten Drink!”, so heißt es weiter, soll Jack den Teufel angebettelt haben. Dieser verwandelte sich in ein Geldstück, damit Jack die Zeche bezahlen konnte. Jack freilich hatte trotz Teufel und Trunkenheit einen klaren Kopf behalten. Er steckte den verwandelten Teufel zusammen mit einem Kreuz aus Silber in seine Tasche. Jack ließ den Teufel erst wieder laufen, als der ihm versprach, seine Seele für alle Zeiten in Ruhe zu lassen.

Den Rest seines Lebens verbrachte Jack mit Trinken und wurde deshalb, als er starb, von der Himmelspforte abgewiesen und zur Hölle geschickt. Aber der Teufel durfte ihn ja auch nicht einlassen! "Was fang’ ich jetzt an?", soll der arme Jack geklagt haben. Der Teufel zeigte Mitleid und gab Jack eine glühende Kohle mit auf den Weg. Das war die Geburt des Jack-o-Lantern wie wir ihn kennen. Denn damit sie ihm den Weg leuchtete, steckte Jack die Kohle in eine Zuckerrübe ... und spukt seither ruhelos durch die Welt der Lebenden! Ob es stimmt?

Man weiß es nicht. Eines jedoch ist sicher: In der alten Welt schnitzten die Halloween-Jünger ihren Jack-o-Lantern traditionell aus der Zuckerrübe. Doch in Amerika war der ungleich prächtigere und stattlichere Kürbis einfach die bessere Wahl.

Heute ist nicht immer ganz klar, ob Jack-o-Lantern uns nun eigentlich vor bösen Geistern beschützt - oder ob er selbst einen Unhold darstellt. Aber schaurig anzusehen ist er immer!

Geschichte des Kirbis Nr.2

Halloween ist ein alter amerikanischer Brauch, bei dem Haus und Garten schaurig-schön mit Kürbissen und Lichtern geschmückt werden. Jedes Jahr wird dazu die Geshichte von Jack dem Iren erzählt. Jack wurde sein ganzes Leben vom Teufel zu vielen bösen Taten verführt. Aus Rache brachte Jack ihn dazu, auf einen Baum zu klettern.

Als der Teufel oben ankam, schnitzte Jack ein Kreuz in den Stamm und der Teufel war gefangen. Jack nahm den Teufel das Versprechen ab, ihn nie wieder zu verführen. Noch im selben Jahr verstarb Jack in der Nacht zum 31. Oktober zum 1. November.
Da er sein Leben lang fast nur Böses getan hatte, wurde ihm der Zutritt zum Himmel verweigert. Auch die Hölle blieb ihm versperrt, da der Teufel die Hinterlist nicht vergessen hatte.

Der Teufel gab ihm nur eine ausgehöhlte Kürbis-Laterne mit auf den Weg zurück zur Erde. Damit wandert Jack seither durch die Finsternis. Seitdem fürchten alle Dämonen und Hexen an Halloween die jenigen unter den Menschen, bei denen eine Kürbis-Laterne im Fenster steht, da Jack diesen angeblich den Trick mit dem Teufel im Baum verraten hat.

All Hallowed Evening (verkürzt Hallowe'en )

Trotz seiner heidnischen Herkunft verdankt der Tag seinen Namen aber ausgerechnet der christlichen Kirche: Um das Jahr 837 herum versuchte der damalige Papst Gregor IV. die heidnischen Gebräuche auszurotten und stattdessen den Feiertag "aller Heiligen" am 1. November einzuführen. Die Kelten feierten trotzdem weiter den 31. Oktober - als Abend vor Allerheiligen, den "all hallows' eve(ning)". Das mutierte schließlich im Sprachgebrauch zu Halloween. Geblieben sind eine ganze Reihe von wundersamen Ritualen.